30.07.2021

  • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert zu mehr Engagement im Kampf gegen Ausgrenzung auf.
  • Hintergrund ist der Holocaust-Gedenktag für die Roma am 2. August.
  • Von der Leyen betont, wie wichtig die Umsetzung der 2020 erarbeiteten Strategie für Gleichstellung, Inklusion und Teilhabe der Roma sei.

30.07.2021, 14:30 Uhr

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Brüssel. Zum Holocaust-Gedenktag für die Roma am kommenden Montag hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu mehr Engagement im Kampf gegen Ausgrenzung aufgerufen. „Die Erinnerung an die Verfolgungen der Roma ist eine kollektive Pflicht der Europäerinnen und Europäer. Sie macht uns immer wieder bewusst, dass wir gegen die anhaltende Diskriminierung von Roma vorgehen müssen“, erklärte von der Leyen am Freitag gemeinsam mit weiteren Kommissionsmitgliedern.

Man appelliere deswegen erneut an die Mitgliedstaaten, sich zur Umsetzung der 2020 erarbeiteten Strategie für Gleichstellung, Inklusion und Teilhabe der Roma zu verpflichten.

„In unserer Union (…) haben Hass, rassistisch motivierte Gewalt und ethnisches Profiling keinen Platz“, heißt es in der Erklärung weiter. Gemeinsam könne man für mehr Gerechtigkeit in der EU sorgen, insbesondere für Angehörige ihrer größten ethnischen Minderheit.

Der jährliche Holocaust-Gedenktag für die Roma war 2015 vom EU-Parlament geschaffen worden, um den rund 500.000 europäischen Roma zu gedenken, die im von den Nazis besetzten Europa ermordet wurden. Damit fiel nach Kommissionsangaben mindestens ein Viertel der damaligen Roma-Bevölkerung dem Holocaust zum Opfer.

Die offizielle Gedenkfeier am 2. August wird in diesem Jahr virtuell organisiert. Als Hauptrednerin soll auf Einladung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma die für Gleichheitspolitik zuständige EU-Kommissarin Helena Dalli sprechen.

https://www.rnd.de/politik/von-der-leyen-eu-muss-gegen-anhaltende-roma-diskriminierung-vorgehen-DDPBHHLCFQYOCTERCUXH5RTQOU.html